Kurzwellenhyperthermie der Prostata

 

Die "neue transurethrale Thermotherapie" als Alternative zur Operation

Fast jeder Mann wird in seinem Leben in irgendeiner Form mit Prostatabeschwerden konfrontiert. Mikroskopische Veränderungen im Hinblick auf eine Volumenzunahme der Drüse stellen sich bereits nach dem 35. Lebensjahr ein.

Die Probleme sind vor allem akute und chronische Entzündungen, gutartige Vergrößerungen und besonders auch das Karzinom der Vorsteherdrüse (Prostata).

Je nach Beschwerdebild steht eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung (Tabelle 1), welche dem Patienten individuell bei einer gutartigen oder bösartigen Erkrankung empfohlen werden können. Ob es möglich sein wird, medikamentös auch Prostatarezeptoren ähnlich wie beim Mamma- oder Nierenkarzinom mit in die Therapie einzubeziehen, muss abgewartet werden.

Prof. Maar: "Es würde voraussetzen, dass Hormonrezeptoren im Prostatagewebe determiniert würden. Wir haben bereits 1979 im Rahmen meiner Habilitation versucht, Androgenrezeptoren nachzuweisen und damit die Grundlagen für unsere heutigen Verfahren geschaffen.

In meiner Tagesklinik in Düsseldorf verfolge ich eine Strategie einer naturheilkundlich ausgerichteten Vorgehensweise, welche dem Wunsch vieler Patienten entgegenkommt. Dies bedeutet unter Umständen eine Operation zu vermeiden, umso mehr, als ein operativer Eingriff immer gewisse Risiken birgt (Tabelle 2)."

 

Tabelle 1
Therapiestrategien bei gut- und bösartigen Prostataleiden
Tabelle 2
Operativer Risiken einer Prostataintervention
 
Tabelle 3
Therapeutische Pronzipien und Wirkungen der Kurzwellentherapie
1. Operativ-instrumentell
  • Transurethrale Resektion
  • Radikale Prostatektomie
  • Laser
  • Radiatio
  • Stents / Spiralöen
  • Hyperthermie
  • Ballondilatation
2. Medikamentös
  • Hormonblockade
  • Alpha-Rezeptorenblocker
  • Chemotherapie
  • DHT-Synthesehemmer
  • Phytotherapie ( z. B. Sägepalme, afrikanischer  Pflaumenbaum )
  • Operationsmortalität
    1 - 3 %
  • Inkontinenz
    15 - 30 %
  • Impotenz
    20 - 40 %
  • Retrograde Ejakulation
    90 %
  • Verbesserung von Uroflow, Dysurie, Nykturie und Restharnverhaltung
  • Antiproliferativ
  • Antiödematös
  • Hemmung der Prostaglandin - Synthese
  • Auslösung einer Dekongestion
  • Depolarisierung von Alpha-1- Rezeptoren
  • Hemmung der 5-Alpha.Reduktase

 

Das Bemühen, möglichst schonend zu therapieren, wird seit neuestem unterstützt durch ein Hyperthermie-Verfahren.

Dieses Verfahren beruht auf einer Kurzwellentechnik und hebt sich deutlich von dem veralteten Mikrowellenverfahren ab, welches vor allen Dingen nicht in der Lage ist, das Prostatakarzinom zu behandeln. Hier muss vor Anbietern, welche ein Karzinom mit dieser Mikrowellen-Technik behandeln wollen, gewarnt werden!