Fast jeder Mann wird in seinem Leben in irgendeiner Form mit Prostatabeschwerden konfrontiert. Mikroskopische Veränderungen im Hinblick auf eine Volumenzunahme der Drüse stellen sich bereits nach dem 35. Lebensjahr ein.

Die Problematik entsteht durch eine Entzündung akuter und chronischer Natur, durch eine gutartige Vergrößerung und besonders auch durch das Karzinom der Vorsteherdrüse.

Je nach Beschwerdebild steht eine ganze Reihe von Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung welche individuell dem Patienten bei einer gutartigen bzw. bösartigen Erkrankung empfohlen werden könnnen. Ob es möglich sein wird, medikamentös auch Prostatarezeptoren ähnlich wie beim Mamma- oder Nierenkarzinom, mit in die Therapie einzubeziehen, muss abgewartet werden.

Operativ-instrumentell

  • Transurethrale Resektion
  • Radikale Prostatektomie
  • Laser
  • Radiatio
  • Stents / Spiralöen
  • Hyperthermie
  • Ballondilatation
Medikamentös

  • Hormonblockade
  • Alpha-Rezeptorenblocker
  • Chemotherapie
  • DHT-Syntehsehemmer
  • Phytotherapie (z.B. Sägepalme, afrikanischer Pflaumenbaum)

Therapiestretegien bei gut- und bösartigem Prostataleiden

(Maar): es würde voraussetzen, dass Hormonrezeptoren im Prostatagewebe determiniert würden.

In Düsseldorf verfolge ich eine Strategie einer naturheilkundlich ausgerichteten Vorgehensweise, welche dem Wunsch vieler Patienten entgegenkommt.

Dies bedeutet insbesondere, u.U. eine Operation zu vermeiden, umso mehr, als ein operativer Eingriff immer gewisse Risiken birgt.

Operationsmortalität 1-3%
Inkontinenz 15-30%
Impotenz 20-40%
Retrograde Ejakulation 90%

Operative Risiken einer Prostataintervention

Das Bemühen, möglichst schonend zu therapieren, wird seit Neuestem unterstützt durch ein Hyperthermie-Verfahren, welches im westfälischen und norddeutschen Raum ein absolutes Novum darstellt.

Dieses Verfahren beruht auf einer Kurzwellentechnik und hebt sich deutlich von dem veralteten Mikrowellenverfahren ab, welches vor allen Dingen nicht in der Lage ist, das Prostatakarzinom zu behandeln. Hier muss vor Anbietern, welche ein Karzinom mit dieser Technik behandeln wollen, gewarnt werden.

 

Technik der Transurethralen Kurzwellenhyperthermie

Bei der transurethralen Hyperthermie wird nach einer Prämedikation ein Katheter in lokaler Anästhesie durch die Harnröhre so gelegt, dass eine am Ende dieses Katheters platzierte Sendersonde genau in der Prostata zu liegen kommt. Mithilfe der hier durchgeführten Radiofrequenz-Technik fungieren diese Sonde als Sender und zwei auf die Hüfte aufgeklebt Plastikstreifen als Empfänger.

Katheter mit Sendesonde

So lieg der die Sendesonde tragende Katheter in der Harnröhre

Die Sonde selbst bleibt kalt (keine Verletzungsgefahr der Harnröhre), und die ausgesendeten Kurzwellen entfalten ihre Hitze im Prostatagewebe selbst; das umso mehr, je dichter das Prostatabgewebe ist.

Onco-Therm Radiofrequenz-Technik

Der Kurzwellensender liegt exakt in der prosaischen Harnröhre und entwickelt seine Wärme so, dass der Tumor, aber nicht die Harnröhre erhitzt wird. Die Gegenelektroden werden beidseitig auf den Gluteus maximus geklebt.

Das Prostatakarzinom geht von der Prostatakapsel aus (am Beispiel einer Orange dargestellt hieße das: von der Schale der Orange): um diese Schale zu erreichen, muss eine hohe Eindringtiefe durch die Wärmestrahlen gewährleistet sein. Diese hohe Eindringtiefe wird nur mittels der Kurzwellentechnik erbracht.

Die mittels Kurzwellen erreichten Temperaturen liegen zwischen 48 und 52°C. Hierbei ist keine umständliche rektale Kühlung erforderlich. Das geschädigte Prostatagewebe bzw. Karzinomzellen werden durch entzündliche Vorgänge resorbiert, sozusagen “entsorgt”.

Weitere Mechanismen, welche durch diese Art von Wärme ausgelöst werden können, sind überaus interessant und durchschlagend in ihrer therapeutischen Wirkung:

  1. Verbesserung von Uroflow, Dysurie, Nykturie und Restharnverhalten
  2. Antiproliferativ
  3. Antödernatös
  4. Hemmung der Prostaglandin-Synthese
  5. Auslösung einer Dekongestion
  6. Depolarisierung von Alpha-1-Rezeptoren
  7. Hemmung der 5-Alpha-Reduktase

Therapeutische Prinzipien und Wirkungen der Kurzwellentherapie

Die hier aufgeführten Wirkungen führen zu einer Relaxation des Blasenhalses und der prostatischen Harnröhre. Das hat einen besseren Harnauslass zur Folge.

Bei einem Adenom führt die Hemmung der Prostaglandin-Synthese zu einer Verminderung der Durchblutung, woraus eine Größenabnahme des Organs resultiert mit leichterem Harnablass.

 

Folgerungen

Wenn ein Patient heute nach einer sinnvollen Alternative zu einer der herkömmlichen Therapien eines Prostataproblems sucht, so bietet sich je nach Problematik angepasst die Kurzwellen-Prostatahyperthermie an. In den USA abgeschlossene Studien belegen den therapeutischen Effekt dieses Verfahrens.

Auch die Anerkennung dieser Therapie durch die FDA (Federal Drug Association) ist bemerkenswert.

Die Wirkung der Hyperthermie besteht also nicht nur darin, durch Hitze Zellen abzutöten, sondern auch darin, obstruktive Beschwerden und Problematiken durch Beeinflussung von Enzymen bzw. Rezeptoren erheblich zu lindern bzw. zu beseitigen.


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