Unseriöse „Wunderheiler“ bringen komplementäre Krebstherapie in Verruf

Ein Heilpraktiker aus Bracht / Brüggen (Betreiber des sogenannten „Biological Cancer Centre“) sorgt gerade für Schlagzeilen in deutschen und niederländischen Medien (siehe z.B. Rheinische PostBILD und VOLKSKRANT (nl)). Offenbar sind drei Krebs-Patientinnen im Zuge einer von ihm angewendeten Therapie mit „3-Bromopyruvat“ verstorben.

Ein Kamerateam von RTL2 News suchte deshalb gestern unsere Praxis auf, um mit Herrn Prof. Dr. Maar über den Fall zu sprechen.

Die wichtigsten Aussagen von Herrn Prof. Maar kurz zusammengefasst:

  • Prof. Dr. Maar warnt grundsätzlich vor angeblichen Wunderheilern, die über keine universitäre medizinische Ausbildung verfügen – insbesondere im Bereich der Onkologie, wo es i.d.R. um Leben und Tod geht.
  • Das im o.g. Fall angewendete Präparat ist Herrn Prof. Dr. Maar nicht bekannt. Es ist und war nie Teil seines patentierten Therapiekonzepts.
  • Herr Prof. Dr. Maar ärgert sich ausgesprochen darüber, dass die komplementäre bzw. biologische Krebstherapie ein weiteres Mal durch fragwürdige Therapeuten in Verruf gebracht wird. Allen seriös arbeitenden und echten naturheilkundlich ausgerichteten Medizinern wird dadurch ein Bärendienst erwiesen: „Dieser Fall ist letztendlich Wasser auf die Mühlen von reinen Schulmedizinern und Pharmaunternehmen, die von komplementären Krebstherapien per se nichts wissen möchten oder diese immer wieder in Frage stellen“.

Allen onkologischen Patienten sei insbesondere im komplementär-medizinischen Bereich dringend empfohlen, die medizinische Qualifikation des Anbieters kritisch zu hinterfragen. Ein abgeschlossenes Medizinstudium sowie jahrelange praktische Erfahrung sind aus unserer Sicht unentbehrlich, um die Komplexität einer Krebserkrankung zu verstehen und angemessene Maßnahmen abzuleiten.

 


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